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Kreativität

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Kreativität im Lehrplan 21 (Kanton Zürich)

Kreativität im Lehrplan 21 kommt ​als Teil der überfachlichen und entwicklungsorientierten Kompetenzbeschreibungen vor, es handelt sich somit um einen Kompetenzaspekt.

Im Zyklus 1 (Kindergarten und 1.-2.Klasse) unter "Grundlagen/Schwerpunkte des 1. Zyklus" (also nicht im Fachbereichsteil) finden sich folgende Zugänge:

1. Entwicklungsorientierter Zugang
"Fantasie und Kreativität" wird als ein zentraler Zugang zur kindlichen Entwicklung genannt, welcher es Lehrpersonen ermöglicht, fächerübergreifende Lernprozesse, die kreatives und fantasievolles Denken fördern sollen, zu planen.

Im Kapitel "Schwerpunkte des  1. Zyklus" "Entwicklungsorientierte Zugänge" wird der "Fantasie und Kreativität" als einer der neun entwicklungsorientierten Zugänge erwähnt:
- EZ6-Fantasie und Kreativität
Dieser Abschnitt beschreibt, wie kreative Prozesse bei Kindern verlaufen und worauf es bei der Förderung ankommt.
(Beispiele: freies Spielen, Darstellungsmöglichkeiten ausprobieren, Dinge neu denken und weiterentwickeln).



​2. Als Leitidee:
Im Lehrplan selbst ist ein Abschnitt "Fantasie und Kreativität" enthalten, in welchem beschrieben wird, was unter kreativen Ausdrucksformen verstanden wird:

- freie Auseinandersetzung und eigenständiges Erproben von Darstellungs- und Ausdrucksformen
- die Umwelt "neu denken" 
- ungewohnte Sichtweisen und Lösungen entwickeln (siehe --> der kreative Prozess)













Fachliche Bezüge (Querverweise) zu Kreativität:
-Bildnerisches Gestalten(BG): 
-eigene Bildideen zu Situationen und Themen entwickeln 
-Materialien sammeln, ordnen und experimentieren (kreatives Arbeiten mit  Medien und Techniken











-Textiles und Technisches Gestalten (TTG):
Die  Querverweise  "EZ-Fantasie und Kreativität" beziehen sich auf Ideen sammeln, ordnen und eigne Produktideen entwickeln, was unter  Förderung kreativer Denk- und Handlungsprozesse im technischen Kontext verortet wird


Fazit:
- Der Begriff "Kreativität" ist im Lehrplan 21 vorhanden:
-sie ist kein eigenes Fach

-sie ist explizit verankert:
-im entwicklungsorientierten Zugang "Fantasie und Kreativität"
-implizit 
im Kontext mit den überfachlichen und fächerübergreifenden Kompetenzen (vor allem Gestalten, Musik, TTG).
Dort werden kreative Prozesse und Ausdrucksmöglichkeiten als wichtig für die kindliche Entwicklung beschrieben.

Auf den nebenstehenden  24 von insgesamt 504 Seiten kommt der Begriff "Kreativität" vor.
Die konkrete Umsetzung von kreativen Prozessen bezieht sich hauptsächlich auf die als kreativ bekannten Lernbereiche BG, Musik und TTG.
Versteht man unter Kreativität die Fähigkeit selbstbestimmten Lernens, Denkens und Handelns, wie sie Klaus Urban beschreibt, vor dem Hintergrund des Drei-Ringe-Modells von Renzulli,
dann wird jedoch die  Bedeutsamkeit der Umwelt, zu welcher unsere Schule gehört, für die Begabungsförderung sehr deutlich.
Drei-Ringe-Modell
"Die drei Ringe hat Renzulli auf einem sogenannten «Houndstooth»-Hintergrund dargestellt. Dieses Muster (in Europa als Hahnentrittmuster bekannt) symbolisiert das soziale Umfeld, auf dem Begabungen sich in der Interaktion zwischen Person und Umwelt ausgestalten können. " (Müller-Oppliger, V.)
Bedeutung und Aufgabe für die Schule 

K. Urban​
​¹postuliert deshalb dass dem selbstbestimmten Lernen (sieh autonomes Lernen) als Voraussetzung dafür, dass intrinische Motivaion und damit Kreativität entstehen kann, in der Schule mehr Raum gegeben werden muss.

Die Schule trage eine grosse Verantwortung eine mögliche kreative Weiterentwicklung nicht zu verhindern, sondern die Voraussetzungen dafür zu schaffen, um entdeckendes. forschendes. intrinsisch motiviertes , kreativ-produktives Lernen, Denken und Handeln zu ermöglichen.


Quellen:
​
​¹Urban, K.(2004) Kreativität. Herausforderung für Schule, Wissenschaft  und Gesellschaft. LIT Verlag: Münster.
Im Denkraum der Kreativität
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Kreativität im Lehrplan 21
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