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Kreativität in der Schule

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​Kreativität in der Schule


Vier zentrale Ausgangsfragen sollen Antrieb zum Start unsrer Reise hinauf über die Wolken in den Denk-T-raum der Motivation und des kreativen Denkens und Handelns sein:

1. Warum ist die Kreativität die wichtigste der 4Ks?

2. Ist Kreativität erlernbar?

​3. ​Steht Kreativität nur einigen wenigen, begabten Menschen zu?

4. Was bedeutet dies für unsere Schule? Für mein Mentoring?
​


1. Warum ist die Kreativität die wichtigste der 4Ks?

Erziehungswissenschafter wie (Klaus Urban)¹ haben schon vor Jahren gefordert: Kreativität darf nicht länger als Störfaktor in unseren Schulen behandelt werden.  
Der Ruf nach Förderung und Implementierung dieser Fähigkeit (eine der 4K-Skills!) in den Unterricht wird zunehmend lauter.
​Längst wird erkannt, dass Kreativität nicht mehr vor unseren Schultüren halt machen darf. 
Damit keine Missverständnisse entstehen sei gleich vorwegenommen, dass unter dem Begriff  "Kreativität"  in der Schule weit mehr zu verstehen ist, als zeichnerische, bildnerische und gestalterische  Aktivitäten, wie sie im herkömmlichen Zeichen- Musikunterricht  und TTG stattfinden.
Kreativität ist fachunabhängig, das heisst, in jedem Schulfach gäbe es RAUM für kreativitätsfördernde, das schöpferische Denken anregende  Aktivitäten.
Wenn sich die Erziehungswissenschaft schon über Jahrzehnte mit Kreativität beschäftigt, woran mag es liegen, dass sie noch immer zu wenig Raum in unseren Schulzimmern erhält?
Im Lehrplan 21 im Kapitel "Schwerpunkte des  1. Zyklus /Entwicklungsorientierte Zugänge/Fantasie und Kreativität" wird sie immerhin als einer der neun entwicklungsorientierten Zugänge erwähnt. 

​Im Zyklus 2 hingegen kommt sie noch in Form von Querverweisen in den Fächern Musik, BG und TTG vor.

Eine oft auf summativen Bewertungen basierende Fehlerkultur mag Ursache sein, dass Fehlversuche noch immer negativ bewertet und dadurch unkonventionelle Ideen  und  exploratives Lernen im Keim erstickt werden.
Hinzu kommt, dass trotz der Forderung nach konstruktivem Umgang mit Vielfalt es häufig noch der Fall ist, dass vieles, was der gesellschaftlichen Norm nicht entspricht,  gerne pathalogisiert und damit ent-norm-alisiert,  aus-ge-räumt und einem anderen Raum (zum Beispiel der Sonder-oder Heilpädagogik) zugewiesen wird. (Alles was nicht heil ist, ist demzufolge ja krank?) Die Gefahr ist deshalb gross, dass Kinder mit hohem Potenzial gar nicht erst  als solche erkannt werden.
 
Gerne jubeln wir Menschen zu, welche es geschafft haben, die Norm zu durchbrechen und gerade deswegen berühmt geworden sind. Sie fallen uns auf. Sie sind auffällig geworden. Wie kommt es dann, dass wir in unseren Schulen  Kinder und Jugendliche, die nicht der Norm entsprechen, als verhaltens-auffällig (im negativen Sinne)  bezeichnen?

Klaus Urban¹ meint:
"Versteht man (Hoch-) Begabung  als soziales Kapital, Kreativität als ihre Teilgrösse, so ist deren Wichtigkeit für unsere Kinder, unsere Schule und unsere Zukunft erwiesen."

Woran liegt es dann,  dass Kreativität als globales Erziehungsziel in Schulen   noch immer viel zu wenig angemessen umgesetzt wird? 
Liegt es daran, dass Kreativität bedeutet Fragen zu stellen, eingefahrene Denkweisen und/oder erstarrten Strukturen In-Frage zu stellen? Oft löst das In-Frage-stellen auf der individuellen als auch der sozialen und gesellschaftlichen Ebene Verunsicherung, Gefühle von Gefährdung und Angst aus, was zur Verhinderung und Abwehr von kreativen und innovativen Impulsen führen kann.

Dieser Umstand würde auch die Angst der Lehrpersonen vor den hochbegabten, hochkreativen Schülern und Schülerinnen verstehbar machen.
Oft scheint es sich bei dieser Abwehrhaltung auch um mangelndes Bewusstsein und unzureichende Ausbildung und Anleitung der Lehrpersonen zu handeln.
Auch die Abstraktheit des Begriffes und, wie auf dieser Webseite ersichtlich, die Vielfalt theoretischer Erklärungskonzepte, kann die Offenheit für Kreativität beeinträchtigen.

Ich möchte Ihnen deshalb zeigen, welch grosse Auswirkungen die Zusammenhänge von:
 
- 1.Reiseziel: Kreativität und Motivation
                             

- 2. Reiseziel: Kreativität und
(Hoch-)Begabung  

               
- 3. Reiseziel: Kreativität und Hochsensitivität
                        

auf die Bedeutsamkeit der Kreativität in der Schule haben,
,was man unter dem Begriff "Kreativität"im Zusammenhang mit (Hoch-)begabung zu verstehen hat, wo und wieviel Raum man ihr im Lehrplan 21 einräumt, um dann die eingangs gestellten für unsere Schule und unsere Zukunft bedeutsamen Fragen 2-4 (siehe rechts) zu beantworten:

2. Ist Kreativität erlernbar?  
Die Forschung zeigt, dass Kreativität nur dann möglich wird, wenn nebst gesundem Ehrgeiz und Intelligenz vor allem der Wille zum selbstbestimmten Arbeiten, zur AUTONOMIE vorhanden ist. Wie gut jemand Probleme auf kreative Art und Weise lösen kann, hängt somit hauptsächlich von ihrem autonomen Lernverhalten ab. 
Dieses wiederum wird von äusseren wie von inneren Einflüssen bestimmt.
Zu den äusseren, sozialen Einflüssen gehören Lehrpersonen, Kollegen und Kolleginnen und Eltern.
Ihre Haltung beeinflusst die Fähigkeit zum autonomen Lernen entscheidend und damit die Entstehung intrinsischer Motivation und schliesslich von Kreativität.


3. ​Steht Kreativität nur einigen wenigen, begabten Menschen zu?

​Nach Rogers² steht Kreativität jedem Menschen offen. Oft wird sie durch bedrohliche Umstände, die psychische Abwehrmechanismen zur Folge haben,  behindert. Es geht darum, die Offenheit für Kreativität zu bewahren und so einen angstfreien Zugang zu PROBLEMLÖSUNG zu ermöglichen.

4. Was bedeutet dies für unsere Schule? Für mein Mentoring?

Nach Rogers² müssen Kinder die Möglichkeit haben, ohne Ängste, Bedrohungen und Blockaden ihre eigenen Ideen und Gedanken in psychischer SICHERHEIT auszudrücken, Fertigkeiten und Interesse für ein Thema  aufzubauen, um selbstbestimmt arbeiten zu können und so intrinsische Motivation zu entwickeln.
Lehrpersonen, Eltern und weitere Bildungsverantwortliche können, wie bereits erwähnt,  Kreativität fördern, indem sie die äusseren Bedingungen für die psychische Sicherheit ihrer Kinder und Lernenden schaffen!

​Mein Mentorats-Angebot möchte diese Sicherheit bieten und (hoch-) begabte Kinder dabei unterstützen, ihre intrinsische Motivation (Themen-, Fach-, Domänenbezogen) zu fördern um so die Voraussetzungen zu schaffen, damit Kreativität sich entfalten kann.
Sie allein öffnet die Tür zu zukunftsorientiertem Problemfinden und -lösen!
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Wie gelingt die Umsetzung kreativer Ideen in Schule und Umfeld? Was für ein Arbeitsklima braucht es, damit Kreativität entstehen kann?

​Konkrete Impulse zu einem kreativitätsfördernden Unterricht gibt Klaus Urban¹ in seinem Buch "Kreativität. Herausforderung für Schule, Wissenschaft und Gesellschaft."
Darin enthalten ist auch der "Test zum schöpferischen Denken-Zeichnerisch (TSD-Z)",  ein enfaches und ökonomisches Screening-Instrument zur Erkennung kreativ besonders Begabter.
Ein wertvolles Verfahren für Forschung und Schule. 

Daneben gibt es diverse Programme zur Förderung des kreativen Problemlösens (siehe Infobox und Downloads)
Schliesslich finden Sie dort eine Sammlung weiterführender Fachliteratur, Lehrpersonen finden Links und Arbeitsmaterialien mit didaktische Anregungen.




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Quellen:
​¹
Urban, K.(2004) Kreativität. Herausforderung für Schule, Wissenschaft  und Gesellschaft. LIT Verlag: Münster.
​
²Rogers, C.R. (2015). Der neue Mensch (10. Auflage). Stuttgart: Klett-Cotta.

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